Gefährdungsbeurteilungen nach ArbSchG

Wer das Thema Gefährdungsbeurteilungen schon kennt, weiß es gibt viele Vorgaben und nahezu unzählige Hilfen und Lösungsansätze, aber leider wenig konkretes. Wer es noch nicht kennt, wird schnell feststellen, dass es vor allem am Anfang schier 'zum Verzweifeln' sein kann.

Sie haben unsere Hochachtung, wenn Sie hier auf eigene Lösungen setzen, bieten Ihnen aber dennoch unsere Hilfe bei Problemen an. Beratung liegt uns einfach. Wer jedoch mit einem regionalen Partner zusammenarbeiten möchte und Präsenz, Engagement und jahrelange Erfahrung schätzt, ist bei uns sicherlich gut aufgehoben.

Gefährdungsbeurteilung Arbeitsplätze, Abläufe, Ausstattung, PSA & Co.

Wir legen unsere Schwerpunkte in den Bereich der Berufsgenossenschaften ETEM, VBG und der Unfallkasse Nordrhein-Westfalen, weil wir der Überzeugung sind, dass wir Ihnen dann optimal helfen können, wenn wir Ihr Geschäft, Ihr Tätigkeitsumfeld und Ihre Herausforderungen kennen.

Das gesamte Regelwerk ist umfassend und teilweise auch etwas 'unübersichtlich'. Hier hilft es natürlich, wenn man täglich mit diesen Themen umgeht.
Das Arbeitsschutzgesetz regelt dabei die wesentlichen Forderungen und insbesondere auch die Pflicht zur Erstellung von Gefährdungsbeurteilung für alle Wirtschafts- und Verwaltungsbereiche.

Angesprochen sind gewerbliche Betriebe, Unternehmen ohne Erwerbscharakter, freie Berufe, Land- und Forstwirtschaft sowie die öffentliche Verwaltung mit allen Organisationsformen einschließlich aller Beschäftigten und dort anderweitig Arbeitende.

Hier setzen wir mit unseren Dienstleistungen zu Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit an. Wir erstellen für die angesprochenen Bereiche klar strukturierte und eindeutige Gefährdungsbeurteilungen zu folgenden Themen:

  • Ausstattung, Gestaltung und Ergonomie Ihrer Arbeitsplätze
  • Physikalische, biologische und psychische Belastungen
  • Prozesse, Abläufe und Verfahren
  • Maschinen, Anlagen und Geräte.

Bei der Erstellung von Gefährdungsbeurteilung sind nicht nur Sachverstand, Fachwissen und der Blick für das Wesentliche notwendig, sondern auch umfangreiche Kenntnisse der Grundlagen und der relevanten und anzuwendenden gesetzlichen Vorgaben, der Ausführungsbestimmung sowie der weiterführenden Technischen Regeln (TR).

Unsere Gefährdungsbeurteilungen zeichnen sich durch einen klaren und eindeutig strukturierten Aufbau aus. Jahrelange Erfahrung mit den Themen Risikobewertung und Gefahrenbeurteilung prägen nicht nur Aufbau, Struktur und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen, sondern auch den fachlich, sachlichen Inhalt.

So klar strukturiert wie unsere Gefährdungsbeurteilungen selbst, ist auch der Weg zu Gefährdungsbeurteilungen:

  • Wir starten entweder mit einer Sicherheits-/ Betriebsbegehung oder einer Einzelbetrachtung für einen speziellen Bereich
  • Wir analysieren dann zunächst das Gefahrenpotential/ vorhandene Gefährdungen
  • Wir bewerten das Gefahrenpotential/ vorhandene Gefährdungen
  • Definieren mit Ihnen gemeinsam Schutzziele und Schutzmaßnahmen
  • Dokumentieren Analyse, Bewertung, Schutzziele und Schutzmaßnahmen
  • Begleiten die Umsetzung von Schutzmaßnahmen
  • Überprüfen ggf. die Umsetzung und Effektivität von Schutzmaßnahmen
  • Dokumentieren ggf. Änderungen der Gefährdungsbeurteilung.

Bezogen auf Verpflichtung zur Erstellung, Inhalt, Ausführung und Umfang sind folgende Gesetze, Verordnungen und Regeln:

  • Arbeitsstättenverordnung (ArbStättV) und als Ausführung-/Durchführungsunterlage: Technische Regel für Arbeitsstätten ASR V3
  • Betriebssicherheitsverordnung (BetrSichV) und als Ausführung-/Durchführungsunterlage: Technische Regel für Betriebssicherheit TRBS 1111
  • Biostoffverordnung (BioStoffV) und als Ausführung-/Durchführungsunterlage: Technische Regel für biologische Arbeitsstoffe TRBA 400
  • Gefahrstoffverordnung (GefStoffV) und als Ausführung-/Durchführungsunterlage: Technische Regel für Gefahrstoffe TRGS 400
  • Verordnung zu elektromagnetischen Feldern (EMFV) und als Ausführung-/Durchführungsunterlage: Technische Regeln TREMF
  • Lärm- und Vibrations-Arbeitsschutzverordnung (LärmVibrationsArbSchV) und als Ausführung-/Durchführungsunterlagen: Technische Regeln TRLV Lärm sowie TRLV Vibrationen
  • Verordnung zu künstlicher optischer Strahlung (OStrV) und als Ausführung-/Durchführungsunterlage: Technische Regeln TROS
  • Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge (ArbMedVV) und als Ausführung-/Durchführungsunterlage: Arbeitsmedizinische Regel AMR 3.2.

Hinzu zu zählen sind auch noch Mutterschutzgesetz (MuSchG) und Jugendarbeitsschutzgesetz (JArbSchG) sowie weiter Ausführungsregeln.

Gefährdungsbeurteilung nach Gefahrstoffverordnung (GefStoffV)

Ein Thema - tatsächlich nur für Spezialisten und Fachkundige. Neben dem Offensichtlichen geht es hier um Wechselwirkungen, um Reaktionen untereinander, um Wirkzeiten, um physikalische, chemische und biologische Wirkung, um Mess- und Höchstwerte.

Schwierig wird es auch häufig bei unbekannten Zusammensetzungen zum Beispiel bei Abgasen, Schweißrauch und ähnlichen unbekannte Gemischen und Zusammenstellungen.

Gefährdungsbeurteilungen im Themenbereich 'Stoffe und Gemische die zu Gesundheitsschäden führen bzw. führen können' müssen extrem gut vorbereitet sein, mit hohem Sachverstand ausgeführt werden und zu zuverlässigen Ergebnissen und effektiven Schutzmaßnahmen führen.

Basierend auf der Gefahrstoffverordnung gilt es folgende Themen abzuarbeiten:

  • Feststellung und Dokumentation von Gefährdungen bei Tätigkeiten mit Beteiligung von Gefahrstoffen (GefStoff)
  • Prüfung und Dokumentation auf Möglichkeiten einer Substitution nach § 6, Absatz 1 Satz 2 Nummer 4 (GefStoffV)
  • Begründung bei Verzicht auf eine technisch mögliche Substitution, wenn Schutzmaßnahmen nach § 9 oder § 10 (GefStoffV) erforderlich sein könnten
  • Prüfung und Dokumentation der erforderlichen Schutzmaßnahmen nach § 9 oder § 10 (GefStoffV)
  • Dokumentation bei Überschreitung von Arbeitsplatzgrenzwerten und ggf. daher zusätzlich zu ergreifenden Maßnahmen
  • Prüfung und Dokumentation von Schutzmaßnahmen in einem Maßnahmenplan, die ggf. zukünftig zu ergreifen sind, um den Arbeitsplatzgrenzwert einhalten zu können
  • Begründung, wenn von den nach § 20 Absatz 4 (GefStoffV) vorgegebenen Regeln und Erkenntnissen abgewichen wird
  • Dokumentation von Prüf-/ Untersuchungsergebnissen, die belegen, dass Arbeitsplatzgrenzwerte eingehalten werden
  • Wirksamkeitsprüfung und Dokumentation ob ergriffene technischen Schutzmaßnahmen bei Stoffen/ Gemischen die keinen Arbeitsplatzgrenzwert haben, wirksam sind.

Es ist wohl kaum noch in Frage zu stellen, dass derzeit nahezu kein Betrieb und kein Unterhemen ohne den Einsatz oder den Kontakt mit Gefahrstoffen oder anderen gesundheitsschädlichen und/ oder gesundheitsgefährdenden Substanzen auskommt.

Insbesondere auch dann, wenn unbekannte, sich überschneidende bzw. verstärkende Reaktionen ablaufen oder nicht bekannte Gemische zum Beispiel von Gasen entstehen.

Daher ist es wichtig, dass gesamte Spektrum von möglichen schädlichen und gefährlichen Stoffen und ihre physikalisch-chemischen Wirkungen im Rahmen von Gefährdungsbeurteilungen zu bewerten, zu analysieren und vor allem gemessen an der zu erwartenden Auswirkung entsprechende Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen.

Zum Spektrum der zu beurteilenden Risiken und Gefährdungen zählen insbesondere:

  • Gefahren durch Einatmen (inhalativ)
  • Gefahren durch Hautkontakt (dermal)
  • Brand- und Explosionsgefährdung (physikalisch-chemischen)
  • Gefahren durch Verschlucken (oral)
  • Gefahren durch hohe Belastungsdauer und Einwirkzeit von nicht als Gefahrstoff einzuschätzenden Stoffen und Substanzen wie z.B. Wasser
  • sonstigen durch den Gefahrstoff bedingten Gefährdungen, wie Temperatur und/oder Druck.

Dieser kurze Einblick in die komplexe Aufgabe Gefährdungsbeurteilungen für Gefahrstoffe und gesundheitsschädliche Substanzen zu erstellen, ist nur ein fast schon flüchtiger Blick auf das Thema. 

Jedoch wird auch dadurch schon klar, dass hier durchaus Hilfe von Vorteil sein kann. Diese Hilfe bieten wir Ihnen gerne an. Ob als umfassende Dienstleistung, als Einzelaufgabe oder auch als reine Beratungslösung. Sie entscheiden in welchen Umfang und für welche Aufgabe Sie dieses Angebot annehmen.

Eine unserer Stärken – strukturierte & modular aufgebaute Gefährdungsbeurteilungen.

Unsere Gefährdungsbeurteilungen zeichnen sich durch einen klaren und eindeutig strukturierten Aufbau aus. Jahrelange Erfahrung mit Risikobewertung und Gefahrenbeurteilung prägen nicht nur Aufbau, Struktur und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen, sondern auch den fachlich, sachlichen Inhalt und die Anwendbarkeit in der Praxis.

Dabei unterstützend einsetzbar, unsere online-Plattform egon für das betriebliche Gefährdungsmanagement im Arbeitsschutz.