Risikobeurteilung

Risikobeurteilung

Nicht nur die EU-Maschinenrichtline fordert eine fundierte Analyse und Bewertung von Risiken im Umgang mit Maschinen und anderen technischen/ chemischen Produkten. Die Maschinenrichtlinie legt darüber hinaus Wert auf konkrete Maßnahmen zu Beseitigung bzw. zu Verringerung von Risiken und Gefahren u.a. für Personen. Basis solcher Analysen und Bewertungen sind zunächst folgende Prozessschritte:

  • Identifizierung
  • Ausmaßbeurteilung
  • Eintrittswahrscheinlichkeit.

Bei der sich anschließenden Maßnahmenbewertung gilt bei Maschinen folgende Priorisierung:

  • Schließe Risiken und Gefährdungen durch sichere Konstruktion von vorn herein aus, sogenanntes ‘inhärent sicheres konstruieren‘

wenn nicht oder nur bedingt möglich

  • Schließe Risiken und Gefährdungen durch die Verwendung von Sicherheitsbauteilen aus bzw. minimiere die Risiken und Gefährdungen ausreichend

 wenn nicht oder nur bedingt möglich

  • Informiere umfassend und eindeutig über das verbliebene Risiko, das sogenannte ‘Restrisiko‘.

Schon aus dieser Priorisierung lässt sich folgern, dass dieser Prozess konstruktionsbegleitend sein sollte. Die fordert nicht nur die EU-Maschinenrichtline. In der Praxis ist dies, insbesondere bei Sondermaschinen, jedoch nicht immer der Fall. Eine Risikobeurteilung ’im Nachherein‘ sieht, anders als der US-Standard, die EU-Maschinenrichtlinie nicht vor.

Bei der Einschätzung von Risiken und Maßnahmen hilft die Risikobewertungsmatrix:

Risikoeinschätzungsmatrix

Darüber hinaus gilt das Prinzip der iterativen Analyse und Bewertung. Das heißt, dass jede Maßnahme neu bewertet werden muss, bis feststeht, dass das Ergebnis der geforderten Sicherheit entspricht.

Risikobeurteilungen für technische Produkte nach EN ISO 12100 erfüllen diese Forderungen.

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